Eine gute Absturzsicherung Flachdach ist Teil eines sicheren Betriebs. Denn wenn in der Höhe gearbeitet wird, besteht Absturzgefahr: an der Absturzkante, an offenen Randbereichen, an einer Lichtkuppel oder auch dort, wo der Zustieg einfach unübersichtlich ist. Roth Absturzsicherungen plant und montiert dafür passende Sicherungssysteme und führt auch gerne Wartungsarbeiten auf Ihrem Flachdach durch. Für ein rundum sicheres Arbeiten in der Höhe.

Was macht ein Flachdach aus?

Ein Flachdach wirkt von unten oft wie eine ebene Fläche, ist aber ein durchdachter Aufbau aus tragender Dachkonstruktion, Dampfsperre, Dämmung, Abdichtung und oberem Schutz. Das Regenwasser läuft hier über ein Gefälle ab, damit die Dachhaut nicht dauerhaft belastet wird. Gerade weil Dachflächen heute viel stärker genutzt werden als früher, müssen sie mehr aushalten: Photovoltaikanlagen, Technik, Dachbegrünung, Wartungsgänge, Lichtkuppeln und auch immer wieder Arbeiten von mehreren Personen. Ein Flachdach ist also kein ruhender Deckel auf dem Gebäude, sondern vielmehr ein Bereich, der in Bewegung ist und sicher sein muss.

Darum ist die Absturzsicherung wichtig

Die passende Absturzsicherung beginnt mit der Frage: Wer geht auf das Dach, wie oft, für welche Arbeiten und unter welchen Bedingungen? Für die meisten Objekte sind zumeist Schutzmaßnahmen wie Geländer, ein Seitenschutzsystem, Seilsysteme oder eine Kombination aus mehreren dieser Komponenten sinnvoll. Welche Lösung genau passt, hängt dabei auch davon ab, ob nur einmalig gearbeitet wird oder es sich um eine wiederkehrende Wartung, häufige Inspektionsarbeiten oder laufende Instandhaltung handelt. Es gilt: Je öfter Mitarbeiter und externe Gewerke ein Dach betreten, desto wichtiger ist die Benutzerfreundlichkeit im Alltag und ein verlässlicher Kollektivschutz.

Flachdach-Arbeitsplätze: Wo die Gefahr wirklich liegt

Die größten Gefahrensituationen entstehen am Rand des Dachs, genauer an Dachkanten, am Zustieg, in der Nähe von Lichtkuppeln oder an Lichtbändern. Doch auch bei Kabel, Schienen oder losem Zubehör kommt man leicht ins Stolpern. Hinzu kommt das Risiko eines Durchsturzes an nicht ausreichend gesicherten Öffnungen. Gerade Lichtkuppeln gelten hier oft nicht als durchsturzsicher und brauchen deswegen eine eigene Absicherung. Diese besteht oft aus Gitter, Netzen oder abgestimmten Geländersystemen rund um die Öffnung.

Systemarten für die Flachdachsicherung

Bei der Flachdachsicherung wird grundsätzlich zwischen Kollektivschutz und Individualschutz unterschieden. Der Kollektivschutz schützt alle Personen auf dem Dach gleichzeitig, unabhängig von deren Schutzausrüstung oder Schulung. Dazu gehören Geländer, Durchsturzgitter und andere dauerhafte Sicherungssysteme. Der Individualschutz dagegen arbeitet dagegen mit der persönlichen Schutzausrüstung, kurz PSAgA. Hier arbeiten die entsprechenden Personen etwa mit Gurt, Verbindungsmittel und einem Anschlagpunkt oder Seilsystemen.

Nach dem TOP-Prinzip und dem Arbeitsschutzgesetz haben technische Maßnahmen Vorrang. Das TOP-Prinzip beschreibt die Rangfolge von Schutzmaßnahmen im Arbeitsschutz und steht für Technische, Organisatorische und Persönliche Maßnahmen – in genau dieser Priorität. Vereinfacht heißt das: Erst prüfen, ob ein Geländer oder ein Seitenschutzsystem möglich oder vorhanden sind, und erst danach auf die persönliche Schutzausrüstung zurückgreifen.

Gängige Schutzsysteme auf einen Blick

  • Geländer an der Absturzkante: wenn technisch möglich immer die beste Wahl, da es sich hierbei um die höchste Ausstattungsklasse handelt
  • Seilsysteme: wenn technisch kein Geländer möglich ist, sind Seil oder Schienensysteme die beste Alternative
  • Einzelanschlagpunkte: häufig noch auf Bestandsdächern zu finden, in manchen Bereichen sinnvoll
  • Schutzsysteme an Lichtkuppeln und Lichtbändern: wichtig gegen Durchsturz

Seilsysteme, Schienen und Einzelanschlagpunkte

Seilsysteme sind dann praktisch, wenn man sich auf größeren Dachflächen bewegen muss, ohne ständig die persönliche Ausrüstung umzuhängen. Sie schaffen Bewegungsfreiheit und machen wiederkehrende Wartungsarbeiten oft schneller. Ein einzelner Anschlagpunkt oder mehrere Einzelanschlagpunkte reichen dagegen aus, wenn nur an einigen begrenzten Stellen gearbeitet wird, zum Beispiel an einem Lüfter, einer Fassade oder einem bestimmten Modulbereich. Solche Punkte dienen dann als Fixpunkte für die Sicherungsseile der Mitarbeiter.

Geländer und auflastgehaltene Lösungen

Ein Geländer ist eine permanente Schutzeinrichtung und wird direkt an der Absturzkante oder an der Attika montiert. Es schützt alle Personen gleichzeitig und bietet damit sowohl ein hohes Maß an Sicherheit als auch an Rechtssicherheit. Für Flachdächer kommen oft Geländersystemen aus Aluminium zum Einsatz, mit Handlauf, Zwischenholm und je nach Situation auch mit Fußleiste. 

Auflastgehaltene Geländersysteme arbeiten hingegen mit Ballastierung statt Durchdringung, was besonders bei empfindlichen Dächern gut sein kann.

PV Anlagen sicher integrieren

Bei PV Anlagen ist die Absturzsicherung fürs Flachdach besonders wichtig, da bei der Montage und späteren Wartung immer wieder Begehungen notwendig sind. Gerade bei Dächern bis etwa 5° Neigung sind ballastierte Systeme oft sehr sinnvoll und schonend, weil sie ohne zusätzliche Dachdurchdringung auskommen können. Das schützt die Dachhaut und vereinfacht manche Nachrüstung um einiges. 

Geländer gibt es in vielen Variationen: auflastgehalten, integrierbar in die Dachbegrünung, mit kurzen Auslegern bei Platzmangel oder auch auf der Attika montiert. Auch RAL beschichtete Geländer sind möglich, ebenso wie geneigte oder gerade Ausführungen.

Wichtiges zu Planung, Normen und Prüfpunkten

Die Grundlage jeder Absturzsicherung ist die Gefährdungsbeurteilung. Dabei wird analysiert, an welchen Stellen Absturzgefahr besteht, welche Personen Zugang zum Dach haben, welche Arbeiten durchgeführt werden und welche baulichen Besonderheiten das Objekt aufweist. 

In Deutschland sind hierbei insbesondere das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), die ASR A2.1, die TRBS 2121 sowie die Vorgaben der DGUV relevant. Ergänzend dazu gelten europäische Normen wie die EN 795:2012 (Typ C und E) und die CEN/TS 16415.

Bei all diesen Regelwerken gibt es allerdings einen einfachen Leitsatz, der in der Praxis Orientierung schafft: Zuerst das Objekt und seine Nutzung genau analysieren – und darauf aufbauend wird das passende Sicherungssystem ausgewählt.

ROTH Absturzsicherungen: Fachbetrieb mit Erfahrung und Herz

ROTH Absturzsicherungen ist ein Fachbetrieb, der auf Schutzmaßnahmen für Höhenarbeiten spezialisiert ist. Unsere Experten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und begleiten Sie von der ersten Beratung bis zur Installation, Prüfung und laufenden Wartung. Wir planen dabei stets objektbezogen, montieren alles fachgerecht und dokumentieren das ganze Vorgehen nach DGUV I 201-056. Doch damit nicht genug: Gerade im Zusammenspiel von Absturzsicherung, Reparatur und der Pflege von Flachdächern liegt die Stärke von Roth. Bei uns erhalten Sie sichere Dächer, eine ehrliche Kommunikation und Lösungen, die wirklich im Alltag funktionieren.

Unsere Leistungen für Sie

  • Beratung, Planung und objektbezogene Konzeption von Absturzsicherungen.
  • Montage und Vertrieb von Absturzsicherungssystemen, einschließlich Geländern, Seilsystemen und Einzelanschlagpunkten.
  • Installation von Leitersicherungen, Steigleitern und Überstiegen.
  • Nachträglicher Einbau von Absturzsicherungen inklusive Abdichtung.
  • Prüfung von Absturzsicherungen sowie jährliche Wartung und Dokumentation.
  • Prüfung persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz sowie Beratung zur passenden PSAgA.
  • Dachwartung und Dachreparaturen zur Erhaltung der Dachsicherheit.
  • Überprüfung von Befestigungen im Untergrund und Erstellung nachträglicher Dokumentationen bestehender Systeme.
  • Abdichtarbeiten und fachgerechte Ergänzung von Dachlösungen.
  • Schulungen und Seminare, zum Beispiel für PSAgA-Anwender und Rettung aus Höhen und Tiefen.

Professionelle Absturzsicherung Flachdach mit ROTH – Für rundum sicheres Arbeiten

Eine durchdachte Absturzsicherung auf dem Flachdach schützt in erster Linie vor Abstürzen, entlastet gleichzeitig aber die Mitarbeiter und kreiert ein rundum sicheres Umfeld im Arbeitsalltag. Roth Absturzsicherungen ist deswegen Ihr Partner im gewerblichen Bereich: mit Planung, Montage, Prüfung, Schulung und einem klaren Blick für sichere Dachflächen machen wir das Arbeiten in der Höhe für Sie und Ihre Mitarbeiter oder Kollegen sicher. 

Zögern Sie nicht: Wenn Sie eine rundum sichere Schutzmaßnahme für Ihr Flachdach suchen, sprechen Sie uns an – unsere Experten machen dann aus einem riskanten Dach einen sicheren Arbeitsbereich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer ist verantwortlich für Schutzmaßnahmen auf dem Dach?

Die Betreiber, Gebäudeinhaber und der Arbeitgeber müssen die Gefährdungen für das Dach beurteilen lassen und einen Fachbetrieb mit der Montage von Schutzmaßnahmen beauftragen.

Wann Geländer und wann Seilsysteme?

Ob auf einem Dach ein Geländer (Kollektivschutz) oder ein Seilsicherungssystem (PSAgA – Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) sinnvoll ist, hängt vor allem von der Nutzung des Dachs, der Häufigkeit der Begehung und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Geländer – sinnvoll wenn …

  1. das Dach regelmäßig betreten wird (Wartung, Technik, Dachterrasse, PV-Anlage mit häufigem Zugang)
  2. mehrere Personen gleichzeitig arbeiten,
  3. ein dauerhaft hoher Sicherheitsstandard gefordert ist
  4. Absturzgefahren an Dachrändern, Lichtkuppeln oder Verkehrswegen bestehen

Seilsystem / Anschlageinrichtungen – sinnvoll wenn …

  1. das Dach nur selten betreten wird
  2. ein Geländer technisch nicht möglich ist
  3. Denkmalschutz  gegen Geländer spricht

Wie oft müssen Absturzsicherungen auf dem Flachdach geprüft werden?

Absturzsicherungen sollten mindestens einmal jährlich durch sachkundige Personen geprüft werden. Zusätzlich ist eine außerordentliche Prüfung sinnvoll oder erforderlich, wenn Umbauten stattgefunden haben, ein Schaden sichtbar ist. Regelmäßige Prüfungen sind gemäß DGUV I 201-056 sowie den Herstellervorgaben Pflicht und helfen dabei, das Dach dauerhaft sicher zu halten und Mängel frühzeitig zu erkennen.