Ein Dach, das mit Lichtkuppeln und Lichtbändern wertvolles Licht ins Gebäude bringt, ist schön anzusehen, darf aber nicht zur Gefahr werden: Wer sich auf diesen Dachflächen bewegt, braucht verlässliche Schutzmaßnahmen, damit es bei der Begehung nicht zu einem schweren Absturz oder Durchsturz kommt. Erfahren Sie hier, welche Schutzsysteme es zur Durchsturzsicherung gibt und wie ROTH Absturzsicherungen Ihnen dabei als Experte zur Seite steht.
Was ist eine Durchsturzsicherung überhaupt?
Eine Durchsturzsicherung ist eine bauliche oder technische Sicherung, die verhindert, dass Personen durch nicht tragfähige Bauteile, Dachöffnungen oder transparente Dachelemente wie Lichtkuppeln hindurch brechen. Sie ist damit ein Teil der modernen Absturzsicherung. Bei Lichtkuppeln wird dazu häufig ein stabiles Gitter aus Stahl oder Aluminium unter der Kuppel eingebaut. Sollte diese dann im Ernstfall brechen, fängt dieses Gitter die Person auf und verhindert so den gefährlichen Durchsturz.
Lichtkuppeln: viel Tageslicht, aber oft keine Tragfähigkeit
Lichtkuppeln kommen vor allem auf dem Flachdach von Hallen, Bürogebäuden und anderen gewerblichen Objekten vor. Sie haben gleich mehrere Vorteile: Sie lassen wertvolles Tageslicht ins Gebäude und sparen dadurch den Strom für künstliche Beleuchtung ein. Zusätzlich können sie – je nach Art der Kuppel – auch als Lüftungs- oder Rauchabzugselemente dienen. Moderne Lichtkuppeln bestehen dabei häufig aus hochfestem Werkstoff, also aus robusten Kunststoffen oder Verbundgläsern. Trotzdem sind viele dieser Elemente nicht für das Gewicht eines Erwachsenen ausgelegt, und genau darin liegt die Gefahr: Was stabil aussieht, ist nicht automatisch begehbar. Ohne eine passende Lichtkuppeldurchsturzsicherung drohen deshalb oft schwere Unfällen und hohe Haftungsfragen für Betreiber und Eigentümer.
Lichtbänder: lange Öffnungen mit hohem Risiko
Auch Lichtbänder sind auf vielen Dächern Standard. Gerade auf großen Hallendächern übernehmen sie eine wichtige Funktion für Belichtung und teilweise auch für die Lüftung. Doch genau wie bei Kuppeln gilt auch hier, dass nicht jedes Band von sich aus durchtritt- oder durchsturzsicher ist. Damit Personen bei Arbeiten oder Wartungen nicht durch die Fläche brechen, ist eine Durchsturzsicherung ebenfalls unerlässlich.
Typische Systeme zur Durchsturzsicherung auf dem Dach
Je nach Dachaufbau, Nutzung und Art der Lichtöffnung kommen unterschiedliche Durchsturzsicherungen infrage, um die Lichtkuppel oder das Lichtband abzusichern.
- Netze als unauffällige Absicherung
Eine häufige Möglichkeit ist ein stabiles Netz unter der Lichtkuppel oder unter dem Lichtband. Solche Netze bestehen je nach System aus Stahl oder robustem Kunststoff und fangen eine Person im Notfall auf. Vor allem bei größeren Lichtbändern oder bei mehreren Lichtkuppeln auf einer Dachfläche ist das eine praktische Lösung. EIn weiterer Vorteil von Schutznetzen: Von unten sind sie oft deutlich unauffälliger als ein festes Gitter.
- Schutzgitter für einen direkten Absturzschutz
Eine weitere bewährte Variante ist ein Metallgitter, das direkt unter der Lichtkuppel montiert wird. Sollte jemand auf die Kuppel treten oder die Fläche nachgeben, wird die Person von dem Gitter sicher aufgefangen. Diese Lösung findet man besonders häufig auf Industrie- und Hallendächern, wo regelmäßig Wartungs- oder Servicearbeiten stattfinden.
- Geländer und Absperrungen rund um die Lichtöffnung
Nicht immer muss die Sicherung direkt unter der Lichtkuppel sitzen. In vielen Fällen ist es sogar besser, den Gefahrenbereich rund um die Öffnung abzusichern. Geländer oder feste Absperrungen sorgen dann dafür, dass Personen gar nicht erst auf die Lichtkuppel treten können. Diese Anbringung ist vor allem auf Dächern sinnvoll, die regelmäßig begangen werden und auf denen feste Lauf- und Wartungswege gebraucht werden.
Rechtliche Grundlagen: Warum Schutz hier keine Kür ist
Bei Lichtkuppeln und Lichtbändern reicht eine bloße Sichtprüfung nicht aus. Ob ein Element im Bereich der Durchsturzsicherung als sicher gilt, wird deswegen nach klaren Regeln bewertet. In der Praxis sind dabei vor allem die Arbeitsstättenregel ASR A1.6 sowie die einschlägigen DGUV-Vorschriften und -Regeln wichtig. Auf diese Regelwerke stützen sich Sachverständige, Hersteller und Berufsgenossenschaften, wenn sie die Sicherheit von Lichtöffnungen auf dem Dach beurteilen.
Ebenfalls wichtig ist die GS BAU 18. Sie ist der maßgebliche Prüfgrundsatz für die Durchsturzsicherheit von Lichtkuppeln, Lichtbändern, Oberlichtern, Schutzgittern und Fangnetzen. Dort ist festgelegt, wie geprüft wird, welche Fallversuche und Belastungen ein System bestehen muss und welche Anforderungen an Gitter oder Netze gelten. Der Nachweis ist erst dann erbracht, wenn das System eine Person im Absturzfall zuverlässig auffängt.
Temporäre Netze oder feste Sicherung – was passt wann?
Ein temporäres Netz ist vor allem dann sinnvoll, wenn nur für kurze Zeit auf dem Dach gearbeitet und der Bereich sonst nicht betreten wird. Eine feste Durchsturzsicherung ist dagegen die bessere Wahl, wenn regelmäßig Wartungs-, Prüf- oder Reparaturarbeiten anstehen. Der größte Unterschied zeigt sich im Alltag: Dauerhafte Systeme schützen sofort und ohne zusätzliche Vorbereitung. Temporäre Lösungen müssen dagegen erst aufgebaut, geprüft und später wieder entfernt werden. Gerade auf gewerblich genutzten Dächern, die immer wieder betreten werden, spricht deshalb vieles für eine feste Sicherung.
Vorteile von temporären Systemen
- flexible Nutzung
- gute Eignung für kurzfristige Einsätze
- weniger Eingriffe in bestehende Strukturen
Vorteile von festen Systemen
- dauerhaften Schutz
- höhere Alltagssicherheit
- bessere Eignung für regelmäßige Wartungsarbeiten
Nachrüstung im Bestand: fast immer eine individuelle Aufgabe
Bei älteren Dächern ist die Nachrüstung oft etwas aufwendiger als bei einem Neubau. Der Grund ist einfach: Viele vorhandene Lichtkuppeln oder Lichtbänder wurden ursprünglich nicht dafür geplant, zusätzliche Lasten aufzunehmen. Deshalb muss man hier genauer hinschauen: Wichtig sind eine gute Planung, eine sorgfältige Prüfung der Tragfähigkeit und eine Lösung, die wirklich zum vorhandenen Dachaufbau und der Fallhöhe passt.
Auch die Befestigung ist wichtig, denn sie muss dauerhaft halten, darf die angrenzenden Bauteile dabei aber nicht schwächen. Obendrein muss sie die entstehenden Kräfte sicher in die Konstruktion ableiten. Gerade bei älteren Dächern ist außerdem wichtig, dass die neue Sicherung gut mit dem bestehenden Aufbau, der Dachabdichtung und der späteren Nutzung zusammenpasst. Nur so greift die Schutzmaßnahme richtig und der Absturzschutz ist gegeben.
ROTH Absturzsicherungen: starke Systeme für einen sicheren Durchsturzschutz
ROTH Absturzsicherungen steht für sichere und praxistaugliche Lösungen rund um Durchsturzsicherungen, Absturzsicherungen und Dachsicherheit. Unsere Spezialisten bringen eine jahrelange Erfahrung mit sich und beraten Sie zu Ihren Anlagen stets persönlich, kompetent und auf Augenhöhe. Dabei stehen wir Ihnen sowohl bei der Planung als auch bei der Montage, Nachrüstung, Wartung und Schulung zur Seite. Unser Ziel ist es, das Arbeiten in der Höhe rundum sicher zu machen.
Planung, Montage und Nachrüstung mit Blick aufs Ganze
Wir schauen uns jede Situation genau an. Der Dachaufbau, die Nutzung, die vorhandenen Öffnungen und der Zustand der Bauteile sind für uns dabei genauso wichtig wie die Anforderungen im laufenden Betrieb. Denn wir wissen, dass gerade bei Lichtkuppeln und Lichtbändern nicht jede Standardlösung passt – deswegen erstellen wir einen Plan, der auf Ihre Anforderungen vor Ort abgestimmt ist.
Prüfung, Wartung und eine lückenlose Dokumentation
Auch eine gute Sicherung muss regelmäßig kontrolliert werden. Deshalb empfehlen wir mindestens eine jährliche Sichtprüfung und übernehmen auf Wunsch auch gerne die laufende Wartung. Natürlich halten wir dabei alle Maßnahmen nachvollziehbar fest, damit alles transparent bleibt.
Schulung zu PSA und einem ausgearbeiteten Rettungskonzept
Wo die Schutztechnik eingesetzt wird, muss sie auch angewandt werden: Schulungen der Mitarbeiter zu dem richtigen Umgang mit der Schutzausrüstung und die Ausarbeitung eines durchdachten Rettungskonzept gehören bei uns deshalb immer dazu. Denn gerade im Ernstfall zeigt sich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist.
Professionelle Durchsturzsicherung mit ROTH Absturzsicherungen – Für rundum sicheres Arbeiten in der Höhe
Sicher ist: Eine fachgerecht geplante Durchsturzsicherung schützt Menschen, senkt das Risiko auf dem Dach und schafft Klarheit für Betreiber, Eigentümer und alle, die dort arbeiten. Sie verbessert die Sicherheit auf Dachflächen und macht aus kritischen Öffnungen rundum gesicherte Bereiche. ROTH Absturzsicherungen begleitet Sie von der ersten Einschätzung über die Planung bis hin zur Montage und auch weit darüber hinaus, mit einem Service, der Ihre Sicherheit im Fokus hat.
Zögern Sie nicht: Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine professionelle Durchsturzsicherung brauchen. Gemeinsam entwickeln wir eine Absturzsicherung, die Sie wortwörtlich trägt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist für die Sicherung von Lichtkuppeln verantwortlich?
In der Regel sind die Gebäudeeigentümer und Betreiber für die Sicherung verantwortlich. Sie müssen für geeignete Schutzmaßnahmen, regelmäßige Prüfung und die sichere Nutzung sorgen.
Wie oft sollte eine Durchsturzsicherung geprüft werden?
Eine Sichtprüfung ist mindestens einmal im Jahr sinnvoll. Bei intensiver Nutzung, nach Schäden oder nach baulichen Veränderungen sollte die Durchsturzsicherung außerdem zusätzlich geprüft werden.
Beeinträchtigt ein Lichtkuppelnetz die Lichtdurchlässigkeit stark?
In der Regel nicht. Ein gutes Lichtkuppelnetz ist so ausgelegt, dass die Lichtdurchlässigkeit weitgehend erhalten bleibt und im Ernstfall sicher auffängt.
Sind Lichtkuppeln automatisch durchsturzsicher, wenn sie modern aussehen?
Nein. Auch moderne Elemente aus hochwertigem Werkstoff sind nicht automatisch für eine Personenlast gemacht. Lassen Sie Ihre Lichtkuppel von unseren Experten prüfen, die gerne auch die Montage einer geeigneten Durchsturzsicherung vornehmen.